„BONJOUR IHR SÜßEN ZAUBERMÄUSE“ – Die Schöneweider Reinbeckhallen und eine Retrospektive der Fotografin Sibylle Bergemann


Ende April 2017 eröffnete das neue Kunstquartier in den Reinbeckhallen in Oberschöneweide. Die ehemalige Transformatorenfabrik erstrahlt in neuem Glanz, ohne auch nur das Geringste ihres industriellen Charmes verloren zu haben. Bis Sonntag, den 10. September 2017 zeigen die Reinbeckhallen noch die rund 120 einmaligen Fotografien der international bekannten Fotografin Sibylle Bergemann (1941-2010).

Laut Senat ist der Ausbau Schöneweides zum Technologie- und Kreativwirtschaftsstandort Berlins angestrebt. Mit der Eröffnung des neuen Kunstquartiers in den Oberschöneweider Reinbeckhallen im April diesen Jahres ist ein wichtiger Schritt zur Realisierung dieses Zieles getan.

Bis Sonntag, den 10. September 2017 entführt Sie die ehemalige Transformatorenfabrik noch in die Welt der wunderbaren Fotografien der international bekannten und viel zu früh verstorbenen Sibylle Bergemann. Sie zählt zu den Mitbegründern der Fotografen-Agentur Ostkreuz im Jahr 1990. Sibylle Bergemann machte zunächst eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete als Redakteurin. Erst im Jahr 1966 begann sie ihre Ausbildung als Fotografin bei Arno Fischer, ihrem späterem Ehemann. Zwischen 1975 und 1986 erstellte sie eine Fotodokumentation über die Entstehung des Marx-Engels-Forums in Mitte. Fast drei Jahrzehnte lebte die 2010 verstorbene Fotografin in einer Altbau-Wohnung nahe des Bahnhofs Friedrichstraße, der sich zu einem Ort der Begegnung von vielen, auch international bekannten Fotografen wie Helmut Newton oder Barbara Klemm entwickelte.

Wer die retrospektive Schau über Sibylle Bergemann bisher verpasst hat, kann dies noch bis zum 10. September nachholen. Jeweils sonntags zwischen 11 und 18 Uhr für 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) tauchen Sie ein in die Welt der Fotografien der Sibylle Bergemann.

Naturlich bleibt es auch nach dem 10. September spannend. Was wissen wir sonst über die Reinbeckhallen in Schöneweide?

Mit den Reinbeckhallen konnte eine 5.000 Quadratmeter große Fläche für Kunst und Kultur in Oberschöneweide geschaffen werden. Die Reinbeckhallen in der Reinbeckstraße 9/10 in 12459 bestehen aus einem Projektraum, einer Eventhalle, einer Ausstellungshalle, angrenzenden Ateliers und einer Werkstatt.

Der Projektraum ist mit seinen 300 Quadratmetern der ideale Ort für Ausstellungen, Modenschauen, Performances und Symposien. Er versteht sich als ArtLab mit einer großen Portion industriellem Charme. Nach aufwändiger Restauration ist die 500 Quadratmeter große Eventhalle geradezu gemacht für Tagungen, Messen, Shootings oder Firmenevents. Für die kleine Verschnaufpause zwischendurch sorgt die angrenzende Wiese am Spreeufer, die mit Blick auf den Kaisersteg einfach einlädt zum Verweilen und Genießen!

Die 900 Quadratmeter große Ausstellungshalle verfügt eine variable Architektur und ist daher bestens geeignet für die verschiedensten Anlässen, wie Ausstellungen, Performances und Installationen. Auch in der Halle des ehemaligen AEG-Transformatorenwerk bleibt der Charme des Industriestandorts Oberschöneweide erhalten.

Die Reinbeckhallen verstehen sich als ein Ort der kreativen Freiheit. Nördlich und südlich der ehemaligen Energiefabrik finden sich großzügige und lichtdurchflutete Ateliers, in welchen Kunsthandwerker und bildende Künstler ihrer Arbeit nachgehen. Derzeit stehen noch freie Ateliers zur Verfügung, die bei Bedarf gemietet werden können.

Das Café Schöneweile, das sich direkt gegenüber den Reinbeckhallen befindet, ist ein wunderbarer Ort für eine Tasse Kaffee in der Sonne. Wir empfehlen Ihnen ein Croissant zum Frühstück! Es schmeckt köstlich! Das Café Schöneweile hat von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr für Sie geöffnet.

Auf jede Menge Kunst, Kultur und Schöneweile am zukünftigen Technologie- und Kreativwirtschaftsstandort Schöneweide!